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Institut für
Bildgebende DIAGNOSTIK

 

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Transperineale 3D-Biopsie: Schmerzfrei – Sicher – Präzise

 

Eine wesentlich bessere Treffsicherheit als die transrektale weist die transperineale (durch die Haut im Dammbereich) 3D-Biopsie auf, die Karzinome zu 80 – 100 % nachweisen kann. Die 3D-Biopsie wird mit Hilfe eines sogenannten "Stepper" und "Grid" ultraschallgesteuert durchgeführt. Dieses spezielle Verfahren ermöglicht es, Gewebeproben aus der gesamten Prostata an genau definierten Orten zu entnehmen. So entsteht eine dreidimensionale Gewebekarte, auf der man erkennt, ob ein Karzinom nur an einer Stelle (fokal) oder an mehreren Stellen (multifokal) angesiedelt ist. Dieses Wissen ist die Voraussetzung für die weitere Therapieplanung.   

Die transperineale 3D-Biopsie wird schmerzfrei, in Narkose, und steril unter OP-Bedingungen durchgeführt, so daß das Risiko für eine Prostataentzündung vernachlässigbar ist.

Transperineale 3D-Biopsie Histology Mapping Herkömmliche transrektale Biospie
Einmalige Durchführung, da hohe Treffsicherheit: Karzinomnachweis 80 - 100 % Oft mehrmalige Durchführung erforderlich, da niedrige Treffsichgerheit:Karzinomnachweis 30 – 40 %
Genaue Tumorlokalisation, daher minimal invasive fokale Therapie möglich Genaue Tumorlokalisation nicht möglich
Exakter Gleason-ScoreGleason-Score meist unterschätzt
Steriles Verfahren, daher geringe Infektionsgefahr Verfahren nicht steril, daher hohe Infektionsgefahr
Schmerzfrei, in NarkoseTeilweise schmerzhaft



Transperianeale 3D-Biopsie ermöglicht schonende, minimal-invasive Therapie bei Prostatakrebs

Basierend auf der Information über die exakte räumliche Verteilung des Karzinoms in der Prostata kann eine selektive fokale Behandlung erfolgen. Dabei werden nur die Regionen in der Prostata zerstört, die vom Karzinom befallen sind. Gesunde Prostataregionen bleiben erhalten.




MRT-Bilder der Prostata vor (links) und nach (rechts) 3D-Biopsie mit insgesamt 60 Gewebeproben.  Obere Reihe T2-gewichtete, untere Reihe T1-gewichtete Bilder. Weder Ödem noch Einblutungen sind nachweisbar. Der Patient war nach dem Eingriff beschwerdefrei. Das vermeintlich größere Volumen der Prostata nach Biopsie (rechts) ist artifiziell, da die Prostata vor Biopsie mit Endorektalspule untersucht wurde, die die Prostata von dorsal leicht imprimiert (Pfeil).
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